Behandlungs­schwerpunkte

Schwindel / Schwindelgefühl

Schwindel zählt zu den häufigsten neuro­­logischen Symptomen. Da Schwindel ganz verschiedene Ursachen hat, die in unter­schied­­lichen medizi­nischen Fach­­diszi­­plinen (HNO, Neurologie, Innere Medizin, Psychiatrie und Orthopädie) beheimatet sind, kann Schwindel nicht als eine Krankheit sondern vielmehr als Syndrom verstanden werden. Je nach Ursache kommen daher auch verschiedene Therapien zur wirksamen Behandlung von Schwindel zum Einsatz. Dies setzt zunächst eine fundierte Diagnostik voraus. Ganz am Anfang steht hier zunächst eine detaillierte Beschreibung der Symptome, die oft schon eine Zuordnung oder Einschrän­kung auf wenige mögliche Ursachen erlaubt. Die körperliche Untersuchung und technische Zusatz­­unter­suchungen sowie die inter­­diszi­pli­näre Zusammen­arbeit mit Kollegen anderer Fach­­diszi­plinen ermöglichen in den meisten Fällen auch eine exakte diag­­nostische Zuordnung, sodass Betroffene einer gezielten und effektiven Behandlung zugeführt werden können. Aufgrund der dargestellten Komplexität des Syndroms Schwindel kann hier in der Kürze nicht angemessen auf alle Aspekte eingegangen werden. Unsere Praxis hat sich jedoch über Jahre eine hohe Kompetenz in der Abklärung und Therapie von Schwindel erarbeitet, pflegt eine enge Kooperation mit Kollegen anderer Fach­richtungen und arbeitet in schwierigen Fällen mit dem deutschen Schwindel­­zentrum in Großhadern zusammen.

Schlafstörungen

Unter dem Begriff Schlafstörungen versteht man im wesentlichen Veränderungen, die mit einem beein­träch­tigten und damit nicht erholsamen Schlaf einhergehen. Diese können die Schlafdauer, das Ein- und Durch­schlafen betreffen aber auch die Erhol­samkeit des Schlafes trotz ausreichender Schlafdauer. Einige Menschen leiden aber auch unter einem übermäßigen Schlaf­bedürfnis (Hypersomnie). Schlafstörungen führen nicht nur zu einer einge­schränkten Lebens­qualität und verminderten Leistungs­fähigkeit sondern können auch weitere Erkrankungen nach sich ziehen oder bestehende Erkrankungen negativ beein­flussen.
 
Die Ursachen sind vielfältig und können organisch (z.B. Narko­lepsie, Schlafapnoe, Restless Legs Syndrom etc…) oder nicht­organisch (z.B. Jetlag, Schichtarbeit etc…) sein. Eine Sonder­stellung nehmen zudem die sogenannten Parasomnien ein, bei denen unge­wöhnliches Verhalten während des Schlafes beobachtet wird (z.B. Schlaf­wandeln, Nacht­schreck, REM-Schlaf Verhaltens­störung).
 
Wesentliche Hinweise auf die zugrunde­liegende Ursache eines gestörten Schlafes oder auch einer vermehrten Tages­müdigkeit und verminderten, allgemeinen Belast­barkeit liefert zunächst eine ausführliche und sorgfältige Erhebung der „Kranken­geschichte“, die nicht nur die Schlaf­gewohn­heiten und den Nacht­schlaf betrifft sondern auch die Tages­struktu­rierung sowie weitere Daten zur körperlichen und psychischen Gesundheit wie auch zur Einnahme von Medikamenten und anderen Substanzen erhebt. Abhängig von den Ergebnissen werden eventuell weitere Unter­suchungen wie Labor, Schlaf­profil­analyse oder auch eine Poly­somno­graphie (EEG, Muskel­aktivität, Atmung und Video­analyse während des Schlafes unter stationären Bedingungen) notwendig.
 
Die Behandlung von Schlaf­störungen umfasst dann je nach Ursache meist medikamentöse und/oder verhaltens­therapeu­tische Maßnahmen, sollte möglichst individuell zugeschnitten sein und im besten Fall in der Hand eines Experten liegen.

Demenz

Gedächtnis­störungen und Hirn­leistungs­störungen sollten möglichst frühzeitig abgeklärt und behandelt werden, spätestens jedoch wenn sie den Betroffenen in seiner Lebens­qualität oder den Aktivitäten des täglichen Lebens beein­träch­tigen. Demenzielle Erkrankungen sind bereits heute nicht selten, ihre Häufigkeit wird aber in den nächsten Jahren mit zunehmender Alterung der Gesellschaft weiter ansteigen. Für Betroffene und Ihre Angehörigen spielen in erster Linie jedoch nicht gesell­schaftliche Aspekte sondern eine im Verlauf zunehmende Ein­schrän­kung der Lebens­qualität und Alltags­kompetenz die Hauptrolle. Einge­schränkte Merkfähigkeit und geistige Leistungs­fähigkeit stehen zu Beginn häufig im Vordergrund aber auch Verhaltens­auffällig­keiten und körperliche Einschrän­kungen (z.B. Mobilität, Inkontinenz und andere…) treten hierbei auf und nehmen im Krankheits­verlauf zu. Die Alzheimer Demenz ist mit ca. 70% die  häufigste Ursache aber auch andere Erkrankungen können zum Verlust geistiger Fähigkeiten führen. Zu nennen sind hier beispiels­weise Durch­blutungs­störungen des Gehirns (vaskuläre Demenz), die Lewy-Körperchen Erkrankung, die Front­otemporale Demenz oder der Normal­druck­hydroze­phalus. Eine ausführliche Diagnostik (körperliche und neurologische Untersuchung, neuro­psycholo­gische Tests, Blut- und eventuell Nerven­wasser­unter­suchungen, Kernspin- oder Computer­tomo­graphie und gegebenen­falls weitere Untersuchungen) steht daher vor dem Beginn einer Behandlung. Abhängig von den erhobenen Befunden und der Diagnose resultieren verschiedene Behand­lungs­möglich­keiten. Meist kann eine dementielle Entwicklung jedoch nicht gestoppt werden, sodass bei im Verlauf zunehmenden Symptomen auch Beratungs- und Betreuungs­leistungen einen größeren Stellen­wert einnehmen. Unser Ziel ist es, die Betroffenen und ihre Ange­hörigen auf dem Weg von der Diagnose bis zur langfristigen Behandlung emphatisch und ziel­orientiert zu begleiten und zu betreuen.

Zerebro­vaskuläre Erkrankungen

Schlaganfall – Vorsorge und Nachsorge

Zerebro­vasku­läre Erkrankungen können als Blutung, häufiger aber als Mangel­durch­blutung des Gehirnes auftreten. Am bekanntesten ist hier der akute Schlag­anfall. Er stellt die häufigste Ursache bleibender Behinderungen dar und steht in der Todes­ursachen­statistik in den vordersten Rängen. Zwar ist es heute möglich Schlag­anfälle und deren Folgen weit besser und effektiver zu behandeln als noch vor Jahren, mindestens ebenso wichtig ist es aber, solche nach Möglichkeit von vorneherein zu vermeiden. Während die meisten akuten Schlag­anfälle in Kliniken behandelt werden, findet die Vor- und Nachsorge meist im ambulanten Bereich statt. Hier nimmt der Neurologe eine herausragende Stellung ein. Die genaue Ursachen­abklärung und -behandlung und die möglichst optimale Einstellung der Risiko­faktoren sind hier zu nennen. Wichtigster Risiko­faktor ist der Blut­hoch­druck, aber auch erhöhte Blutfette, Blutzucker, Übergewicht, Rauchen, Fehl­ernährung und Bewegungs­mangel und Andere stellen unabhängige Risiko­faktoren für das Auftreten von Schlag­an­fällen dar. Ein Großteil dieser Faktoren sind gut behandelbar, sodass durch medika­mentöse und nicht­medikamentöse (Lebens­stil­änderung) Maßnahmen das Risiko für einen primären oder auch erneut auftretenden Schlaganfall erheblich reduziert werden kann. Eine enge Kooperation besteht hierbei auch mit Internisten/ Kardiologen, Radiologen und Gefäß­spezia­listen. Bei eingetretenen Behin­derungen kommen zudem Reha­bili­tations­behand­lungen sowie Hilfs- und Heil­mittel­verordnungen (Kranken­gymnastik, Ergo­therapie, Logopädie) mit dem Ziel einer Wieder­herstellung oder Verbesserung von Defiziten und Lebens­qualität zum Einsatz.

Multiple Sklerose

Die Multiple Sklerose (MS) zählt zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen und beginnt meist im jungen Erwachsenen­alter. In Deutschland geht man von etwa 3-5 Neuerkrankungen jährlich auf 100.000 Einwohner aus, wobei Frauen mehr als doppelt so oft wie Männer erkranken. Ursache ist eine häufig in Schüben verlaufende, chronische Entzündung des Zentral­nerven­systems (Gehirn und Rückenmark). Warum diese Entzündung ausgelöst wird, ist bis heute noch nicht in allen Einzel­heiten verstanden, es ist jedoch von einer fehlgeleiteten Reaktion des Immunsystems im Sinne einer Auto­immun­krankheit auszugehen, bei dem Zellen des Zentral­nerven­systems angegriffen und durch die Entzün­dungs­reaktion geschädigt werden. Da das gesamte Zentral­nerven­system betroffen sein kann, können entsprechend auch die Symptome der Erkrankung sehr vielfältig sein. Diese reichen von Gefühlsstörungen, Lähmungen oder Sehstörungen über Schwindel und Schmerzen bis zu kognitiven oder sexuellen Funktions­störungen und anderen. Meist treten die Symptome in Krankheits­schüben auf und bilden sich im Verlauf vollständig oder unvollständig wieder zurück. Bei unvollständiger Rückbildung können die verbleibenden Defizite im lang­fristigen Verlauf zu einer zunehmenden Behinderung der Betroffenen führen. Die Diagnose­stellung umfasst neben einer ausführlichen neurologischen Untersuchung insbesondere Labor­unter­suchun­gen (Blut und Liquor), Kern­spin­tomo­graphie und Elektrophysiologie und wird bei uns voll­um­fänglich durchgeführt. Die MS ist bis heute nicht heilbar, mittlerweile stehen jedoch eine Vielzahl verschiedener Medikamente zu Verfügung, die den Krankheits­verlauf positiv beeinflussen können. Therapieziel ist daher heute nicht nur eine Verringerung der Schub­häufigkeit und Verlangsamung einer Behin­derungs­progression sondern möglichst die „Freiheit von Krankheits­aktivität“ gemessen an Schüben, Behin­derungs­progression und Kern­spin­tomo­graphie. Dieses hohe und leider nicht immer erreichbare Ziel ist für uns Motivation für kontinuierliche Fortbildung, bedeutet aber auch eine enge und vertrauens­volle Zusammen­arbeit mit unseren Patienten sowie eine kollegiale Kooperation mit den örtlichen Universitäts­kliniken in besonderen Fällen. Im Falle eingetretener Defizite behandeln wir neben einem akuten Krankheits­schub auch bleibende Symptome symptomatisch durch Heil­mittel­anwendungen oder Medikamente, bemühen uns um Reha­bili­tations­behand­lungen und beraten/ betreuen sie nicht nur in gesund­heitlichen sondern auch sozialen und gesell­schaftlichen Aspekten, die mit der Erkrankung in Zusammenhang stehen.

Periphere Neurologie & Neuro­orthopädie

Zu den Erkrankungen des peripheren Nervensystems zählen alle Erkrankungen des Nervensystems außerhalb von Gehirn und Rückenmark. Häufige sind beispiels­weise Polyneuro­pathien (Stoff­wechsel­störungen verschiedener Ursachen z.B. bei Diabetes), Nerven­kompres­sions­syndrome (z.B. Karpal­tunnel­syndrom), Nerven­wurzel­kompres­sionen (z.B. bei Band­scheiben­vorfällen) oder auch Nerven­verletzungen oder –entzündungen (z.B. Gürtelrose). Die Diagnostik umfasst dabei neben der Erhebung der Kranken­geschichte und einer neurologischen Untersuchung elektro­physio­logische Methoden (Neurographie, Elektro­myographie, evozierte Potentiale), gegebenen­falls Blut- und Liquor­untersuchungen sowie falls nötig Kernspin- und Computer­tomogra­phie oder auch Ultraschall. Die Therapie richtet sich dann nach den erhobenen Befunden und kann ursächlich (z.B Beseitigung einer Kompression, Behandlung eines Diabetes etc….) und/oder symptomatisch (z.B. Schmerz­therapie…) sein mit dem Ziel die Beschwerden zu Lindern oder im besten Fall eine vollständige Rückbildung zu erreichen.

Epilepsie

Bei einem epileptischen Anfall spricht man auch von einem „Gewitter im Gehirn“. Hierbei kommt es zu einer über­schießenden Erregungs­ausbreitung an Nerven­zellen des Gehirns, deren Ursachen vielfältig sein können. Bis zu 5% der Bevölkerung erleidet einmal im Leben einen epilep­tischen Anfall und etwa 1% erkrankt an einer Epilepsie. Hiervon spricht man, wenn mehr als ein unprovo­zierter Anfall aufgetreten ist und ein erheb­liches Risiko für weitere Anfälle besteht. Epilepsien können bereits im Kindesalter auftreten, dann sind häufig Anlage bedingte Ursachen (z.B. Vererbung oder Störungen bei der Hirnent­wicklung) zu finden. Tritt die Erkrankung erst später im Leben auf, überwiegen erworbene Schäden (z.B. Hirn­verlet­zungen, Schlag­anfälle, Tumoren etc..) als Auslöser. Aber nicht nur die Ursachen sondern auch die Erschei­nungs­bilder epilep­tischer Anfälle sind sehr verschieden. So unterscheidet man generalisierte von fokalen Anfällen, die von einem umschriebenen Ursprung ausgehen und die, je nach Lokali­sation des Ursprungs, verschiedene Arten von Anfällen hervorrufen können, die mit oder ohne Bewusst­seinsstörung einhergehen können. Einen heraus­ragenden Stellen­wert in der Diagnostik hat daher die möglichst detaillierte Beschreibung eines Anfalls durch den Betroffenen und insbesondere eine gute Fremd­beob­achtung – falls verfügbar. Weiterhin sind die Kern­spin­tomo­graphie, die Elek­troenze­phalo­graphie (EEG) und Labor­untersuchungen integrale Bestandteile der Diagnostik. Bei der Behandlung können wir heute auf eine ganze Reihe von gut wirksamen und in der Regel auch gut verträglichen Medikamenten zurückgreifen um das Ziel der Anfalls­freiheit zu erreichen. Sollte dies durch eine medikamen­töse Behandlung nicht möglich sein, stehen weitere, auch operative Therapie­optionen zur Verfügung. Nicht zuletzt bringt die Diagnose einer Epilepsie aber auch Ein­schrän­kungen im beruflichen (z.B. arbeiten auf Gerüsten oder an offenen Maschinen) und privaten (z.B. Fahrtauglichkeit oder Sport) Alltag mit sich und hat nicht nur gesund­heitliche sondern auch soziale Konse­quenzen. Eine umfassende Beratung und Betreuung unserer Patienten, die alle Aspekte des Krankheits­bildes umfasst, ist deshalb besonders wichtig und hat bei uns hohe Priorität.

Parkinson

Das Parkinson Syndrom gehört zu den häufigsten Erkrankungen des Zentral­nerven­systems und tritt meist erst im fortge­schritten Lebensalter  ( > 50 Jahre) auf. Männer und Frauen sind etwa gleich häufig betroffen und nur ein geringer Anteil der Erkrankungen ist erblich bedingt. Man unterscheidet verschiedene Formen des Parkinson Syndroms, der größte Teil ist jedoch dem Morbus Parkinson oder idiopa­thischen Parkinson Syndrom zuzuordnen. Ablagerungen bestimmter Eiweiße im Gehirn sind hierbei ursächlich und krankheits­auslösend. Die Kardinal­symptome Rigor (Steifigkeit), Tremor (Zittern) und Akinese (Bewegungsarmut) stehen häufig im Vordergrund und  es beginnt meist einseitig. Inzwischen sind aber auch eine Reihe nicht­motorischer Symptome beim Morbus Parkinson bekannt (Störungen des Geruchs­sinns, des Schlafs, der Stimmung, Schmerzen und weitere …), die zum Teil früh oder auch erst im Verlauf der Erkrankung auftreten können. Die Diagnostik umfasst neben der Erhebung der Kranken­geschichte eine ausführliche neurolo­gische Untersuchung und immer auch eine Bildgebung des Gehirns (Kern­spin­tomo­graphie oder Computer­tomo­graphie), zum Teil sind auch weitere technische Zusatz­unter­suchungen notwendig. Thera­peutisch kommen in erster Linie Medikamente zum Einsatz wobei heute eine Vielzahl von Parkin­son­medika­menten zur Verfügung stehen, die meist eine individuell gut wirksame und verträgliche Behandlung ermöglichen. Begleitend sollte regelmäßiges Bewegungs­training durchgeführt werden und falls nötig werden Heilmittel wie Physio­therapie, Ergotherapie oder Logopädie verordnet. Für fortgeschrittene Krankheitsphasen gibt es zudem invasive Therapieoptionen wie Pumpen­behand­lungen oder die Tiefen­hirn­stimu­lation. Insbeson­dere hierfür aber auch bei anderen Frage­stellungen besteht eine enge Kooperation mit Spezial­ambulanzen und Kliniken. Zu einer möglichst optimalen Behandlung gehören aber auch die Beratung und Betreuung der Betroffenen und ihrer Angehörigen über Erkrankung, Verlauf und mögliche Einschrän­kungen in verschiedenen Lebens­bereichen sowie Hilfe­stellung z.B. im Umgang mit Behörden und in anderen Bereichen. Wir nehmen uns Zeit, alle Aspekte der Erkrankung und mit ihr einhergehende  Belange umfassend zu besprechen und  zu erörtern.

Restless Legs Syndrom (RLS)

Man geht davon aus, dass ca. 10% der Bevölkerung unter einem RLS leiden. Die Erkrankung kann in jedem Lebens­alter beginnen, wird meist jedoch erst im mittleren Lebensalter bedeutsam und nimmt mit dem Alter oft zu.  Die Betroffenen beklagen unangenehme Miss­empfin­dungen (z.B. Ziehen, Kribbeln, Schmerzen oder Jucken), die meist im Bereich der Beine (einseitig oder beidseitig), seltener auch an Armen oder Rumpf geschildert werden. Die Beschwerden treten überwiegend oder aus­schließ­lich im Ruhezustand, bevorzugt abends und nachts auf, sind in der Regel begleitet von einer ausgeprägten Bewegungs­unruhe und einer Linderung durch Bewegung. Ein größerer Teil der Erkran­kungen sind erblich bedingt , oft finden sich daher weitere Betroffene in der Familie. Ein kleinerer Teil leidet unter einem sympto­matischen RLS, ausgelöst beispiels­weise durch einen Eisenmangel, eine Nieren­funktions­störung, durch Medikamente oder durch eine andere neurolo­gische Erkrankung (z.B. Poly­neuro­pathie oder Multiple Sklerose). Die Erkrankung ist oft nur milde ausgeprägt und da sie nicht gefährlich ist, dann auch nicht unbedingt behandlungs­bedürftig. In schwererer Ausprägung kann sie aber zu einer erheblichen Ein­schrän­kung der Schlaf- und Lebens­qualität führen. Eine Heilung ist zwar meist nicht möglich, durch eine medika­mentöse Behandlung können die Symptome jedoch in der Regel sehr gut kontrolliert werden.

Kopfschmerzen / Gesichtsschmerzen

Ein großer Teil der Bevölkerung leidet unter zeit­weiligen oder regel­mäßigen Kopfschmerzen. Die meisten davon sind erfolgreich behandelbar. Unsere Praxis hat seit Jahren einen absoluten Behandlungs­schwerpunkt für Kopfschmerz Patienten. Große Erfahrung und Expertise bestehen daher nicht nur für häufige (z.B. Migräne) sondern auch für seltene und schwere Kopfschmerz­syndrome. Der überwiegende Teil der Kopfschmerzen ist sogenannten „idiopathischen Kopfschmerzen“ zuzuordnen. In der internationalen Kopfschmerz­klassifi­kation sind eine Vielzahl verschiedener Diagnosen idiopathischer Kopfschmerzen (z.B. Migräne, Spannungs­kopfschmerz, Cluster Kopfschmerz etc.) aufgelistet. Ihnen gemeinsam ist, dass technische Untersuchungen in der Regel keine auffälligen Befunde erbringen. Entscheidend für die richtige Diagnose und in der Folge auch Therapie ist daher bei einem Großteil der Kopfschmerzen eine gute und detaillierte Beschreibung der Symptome. Sollte hierdurch eine sichere diagnos­tische Zuordnung nicht möglich sein, werden gegebenen­falls weitere Unter­suchungen (Bildgebung, Sonographie, Labor etc….) durch­geführt und veranlasst. Für symptoma­tische Kopfschmerzen besteht zudem eine enge Kooperation mit anderen Fachkollegen (HNO, Zahn und Kiefer, Augen, Orthopädie…). Die Therapie idiopa­thischer Kopfschmerzen besteht meist aus medikamentösen und nicht­medikamen­tösen Maßnahmen und richtet sich nach den aktuellsten und wissen­schaftlich anerkannten Methoden.